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„Das ist nichts für unsere Leute.“ – Warum ich diesen Satz liebe.

  • 7. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Ich höre ihn oft. Eigentlich gehört er fast zu jedem Erstkontakt dazu. Wenn ich meine Arbeit von VRLIFE vorstelle, ist die Skepsis bei Heimleitungen oder Pflegepersonal oft gross.

„Virtual Reality? Das ist doch nur für junge Leute, für Gamer. Unsere Bewohner überfordert das, das ist doch viel zu komplex.“


Ich lächle dann meistens nur und sage: „Lassen Sie es uns einfach einmal ausprobieren. Nur eine kurze Vorstellung.“


Der Moment der Wahrheit


Es gibt nichts, was mich bei meiner Arbeit mehr erfüllt, als den Moment zu beobachten, in dem diese Skepsis buchstäblich wegschmilzt.

Wenn ich die VR-Brille vor Ort aufsetze und wir gemeinsam eine Reise in die Schweizer Berge machen, verändert sich die Atmosphäre im Raum innerhalb von Sekunden.


Das Bild ist immer gleich, egal ob bei einem 40- oder einem 95-Jährigen:


  • Die anfängliche Vorsicht weicht einer kindlichen Neugier.

  • Die Hände, die eben noch zögerlich waren, beginnen sich in der „virtuellen Landschaft“ zu bewegen.

  • Und dann: Dieses Lächeln. Ein Ausdruck von Freiheit, den man so vielleicht nicht erwartet hätte.

  • Und in vielen Momenten fliessen schon die ersten Erinnerungen der früher erlebten Momente von welchen Sie erzählen.


Die Überraschung auf der anderen Seite


Doch es sind nicht nur die Bewohner, die mich begeistern. Was ich besonders liebe, ist der Blick des Personals, das daneben steht. Die Gesichter, die eben noch von Skepsis geprägt waren, zeigen plötzlich pures Erstaunen.


Oft höre ich dann: „Ich hätte nie gedacht, dass Herr Müller so reagiert. Er wirkt heute so entspannt wie schon lange nicht mehr.“


Warum diese Vor-Ort-Begleitung für uns alles ist


Genau deshalb machen wir das nicht online oder „aus der Ferne“. Weil man diesen Zauber nicht per E-Mail oder durch eine Anleitung vermitteln kann. Man muss dabei sein, wenn ein Bewohner plötzlich wieder auf einem Berggipfel steht, den er seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat.


Technologie ist dann am wertvollsten, wenn sie keine Barriere ist, sondern eine Brücke direkt vom Wohnzimmer in die Welt, die man vermisst hat.


Haben Sie in Ihrem Arbeitsalltag auch schon einmal erlebt, dass eine anfängliche Ablehnung einer völlig neuen Erfahrung einer großen Begeisterung gewichen ist? Ich bin gespannt auf Ihre Geschichten.


 
 
 

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